Am 12.10.2011 fand in Freyburg die 3. Leader-Konferenz Sachsen-Anhalt 2011 unter dem Titel „Natur- und Aktivtourismus – Chancen für den ländlichen Raum“ statt.
Eingeladen hatte der Minister für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt Dr. Hermann Onko Aeikens, welcher dann auch das Eröffnungsreferat hielt.Leader habe mit einem Netzwerk von nunmehr fast 1.000 Akteuren Vorbildliches geleistet. Durch koordiniertes Zusammenwirken aller Beteiligten seien Reserven erschlossen und neue Wege eröffnet worden. So würden alle Gruppen ihre selbst gesteckten Ziele für diese Förderphase voraussichtlich erreichen - so Aeikens. Seit Beginn der Förderperiode im Jahr 2007 seien bereits 41 Millionen Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) für 821 Leader-Vorhaben in Sachsen-Anhalt bewilligt worden.
Leader ist eine Erfolgsgeschichte. Seit 1991 wird so von der EU in ganz Europa die Entwicklung ländlicher Gebiete gefördert, eben auch mit einem touristischen Ansatz, wie es auf dieser Konferenz deutlich wurde und das mit dem demokratischen Ansatz des "bottom up" - so der Umweltminister. Die Initiative geht hierbei vom Einzelnen aus, von den Akteuren vor Ort, deren Projekte dann nach Prüfung auf Förderungsfähigkeit durch die Fonds der Europäischen Kommission unterstützt werden können. Der Minister konnte verkünden, dass die Landesregierung weitere 10 Mio. Euro des EU-Strukturfonds ELER für Leader zur Verfügung zu stellen wird.
Nach einem Vortrag von Dr. Peter Kaltenegger, Mitglied der Europäische Kommission, zur integrierten Regionalentwicklung bis zum Jahr 2020 - Leader nach 2013 und den Ausführungen über Trends im Aktivtourismus von Alexander Schuler, BTE Tourismusmanagement & Regionalentwicklung, aus Berlin stellten Vertreter einzelner Aktionsgruppen Projekte zum Thema Natur- und Aktivtourismus vor, so der Regionalmanager der LAG Fläming-Havel, Heiko Bansen, oder Susanne Hübner, Geschäftsführerin des Naturparks Saale-Unstrut-Triasland.
Auch Torsten Wambach von der LAG Mittlere Elbe - Fläming fand Interesse mit seinen Ausführungen über die "Optische Telegrafenlinie Berlin - Koblenz", die Entwicklung einer Radwanderroute und die Kooperation von vier Lokalen Aktionsgruppen. Geschichte erlebbar zu machen durch touristisch interessante Hotspots und so Freizeitangebote zu schaffen, das ist das Ziel dieser Initiative.
Am Nachmittag hatten dann die Konferenzteilnehmer die Möglichkeit, ausgewählte Projekte vor Ort zu besuchen. Zwei Exkursionen demonstrierten unter dem Motto "Visionäre für Natur- und Aktivtourismus in den Leader-Regionen des Burgenlandkreises", wie vorhandene Ressourcen mit Unterstützung durch Leader für die Regionen nutzbar gemacht werden können.
Leader steht für "Liaisons Entre les Actions de Developpement de l' Economie Rurale" und ist eine Gemeinschaftsinitiative der Europäischen Kommission zur Entwicklung ländlicher Räume. (-he)
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3. Leaderkonferenz in Freyburg/Unstrut





